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Nachlese Schulung 1: Einstieg ins Energiemanagement

Welche Möglichkeiten bietet das softwaregestützte Energiemanagement? Mit dieser Frage setzten sich die Teilnehmer unserer ersten Schulung für kommunale Energiebeauftragte intensiv auseinander.

Als Tagungsort wählten wir diesmal die frisch sanierte Gaststätte "Spinnstube" in Mainleus-Hornschuchshausen. Das gesamte Areal - ursprünglich Bestandteil einer Arbeitersiedlung aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts - wurde in den letzten Jahren zur Mehrgenerationenwohnanlage mit angegliederter Sozialstation und Gaststätte mit Konferenzräumen und Jugendräumen umgestaltet.

Im Rahmen unserer Schulung zeigten wir die ersten Schritte in der Bedienung unserer Energiemanagement-Software "Interwatt". Für die meisten der teilnehmenden Kommunen liegen nun zum ersten Mal witterungsbereinigte Verbrauchsdaten für Strom- und Heizenergie vor. Liegenschaften oder ganze Gebäudekomplexe, aber auch einzelne Zähler lassen sich per Mausklick auswerten, so dass in der Verwaltung jederzeit überprüft werden kann, wie sich Verbrauchswerte entwickeln.

Grundlage für ein erfolgreiches Energiemanagement ist aber zunächst, dass überhaupt die erforderlichen Zähleinrichtungen vorhanden sind. Gerade in größeren kommunalen Gebäudekomplexen, zum Beispiel Schulen mit Schwimmbad und Turnhallen, sind oft nur Zähler für den Gesamtverbrauch vorhanden. Hier kommt es darauf an, mit dem Einbau von Unterzählern auch die notwendigen Daten für eine Beurteilung der einzelnen Gebäudeteile zu erhalten. Auch beim Einsatz von Biomasse-Heizungen wird gerne vergessen, einen Wärmemengenzähler einzubauen. Dadurch wird es fast unmöglich, die Verbrauchsentwicklung auch nur annähernd korrekt im Blick zu behalten. Die Ausgaben für solche Zähler sind in der Regel überschaubar, deshalb sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden.

Präsentationen:

 

 

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Nachlese NT05 - Zukunft der Biomasse

Einen tiefen Einblick in die aktuellen Problemstellungen der Forstwirtschaft bekamen die Teilnehmer unseres 5. Netzwerkteffens in Bad Staffelstein. Mit Georg Dischner, dem Betriebsleiter des "Zentrums für Energieholz" der Bayerischen Staatsforsten in Oberammergau, stand diesmal ein Referent zur Verfügung, der den gesamten Freistaat im Blick hat und deshalb auch zur aktuellen Borkenkäfer-Problematik sehr viel Expertise beisteuern konnte.

Im Augenblick, so Dischner, seien die Schäden nirgends so schlimm wie im nordwestlichen Frankenwald. Deshalb haben die Bayerischen Staatsforsten ihre Kräfte im äußersten Norden des Freistaats zusammengezogen, um die befallenen Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald zu bekommen.

Auf ganz Bayern betrachtet seien die Waldschäden durch Trockenheit und Schädlinge in diesem Jahr eher rückläufig. Dischner rechnet deshalb in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Erholung. Selbst in den ausgesprochen schwierigen letzten drei Jahren, in denen der Holzeinschlag Rekordwerte erreichte, sei bei den Waldflächen im Freistaat kein Substanzverlust festszustellen gewesen.

Ein kurzes Video von der Veranstaltung finden Sie auf der Seite Medien.

Niemand müsse Bedenken haben, dass für künftige Biomasseprojekte nicht mehr genügend Energieholz zur Verfügung stehe, so Dischner. Ganz im Gegenteil: Besonders in Oberfranken hätten die Staatsforsten großes Interesse, das hier eingeschlagene Holz auch regional zu verwerten. Derzeit fließe ein großer Teil aus Oberfranken in andere Regioen ab, deshalb stünden die Bayerischen Staatsforsten neuen Biomasseprojekten sehr aufgeschlossen gegenüber.

Die Energieagentur Norbayern betonte bei dem Treffen noch einmal die Rolle der Kommunen: Gerade für das Gelingen der Wärmewende, also den möglichst schnellen Umstieg auf Erneuerbare Energieträger beim Heizen, brauche es kommunale Initiativen für Biomasse- und Nahwärmeprojekte. Derzeit lohnt sich der Umstieg aufgrund des starken Preisanstiegs bei fossilen Energieträgern mehr den je. Deshalb könne es auch Sinn machen, liegengebliebene Projekte aus den vergangenen Jahren neu aufzugreifen. Die Förderkulisse ist im Augenblick nicht nur für die Planung, sondern auch auch für die Umsetzung ausgesprochen günstig.

Bei einem anschließenden Rundgang durch das Staffelsteiner Biomasseheizwerk konnten die Teilnehmer eine der größeren Anlagen in der Region in Augenschein nehmen. Mit 30 Tonnen Hackschnitzel pro Tag werden von hier aus nicht nur die Therme und mehrere andere Gebäude im Umkreis beheizt, sondern auch ein Stromgenerator mit einer Leistung von mehr als 400 kW angetrieben.

Hier die Präsentationen zum Download:

Ein herzlicher Dank geht an die Freiwillige Feuerwehr Bad Staffelstein, die uns ihren Schulungsraum zur Verfügung stellte!

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Nachlese NT02 - Webkonferenz "LED"

Netzwerken in Zeiten der Pandemie... Aus der Not heraus haben wir aus unserem zweiten Netzwerktreffen eine Webkonferenz gemacht. Haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Flexibilität und das geduldige Ertragen mancher technischer Unzulänglichkeiten! Im großen und ganzen hat es gut geklappt.

Und wir sind sicher, dass der Kern unserer Botschaft angekommen ist: Eine Umstellung der Beleuchtung - innen wie außen - auf hocheffiziente LED-Technik macht für Kommunen weiterhin Sinn, auch wenn die Förderung durch die öffentliche Hand in den letzten Jahren etwas zurückgefahren wurde. Dafür ist die Effizienz der Leuchten weiter gestiegen, so dass in der Gesamtschau meist schon nach wenigen Jahren eine Amortisation erfolgt.

Eine einfache Beispielrechnung für die klassische Glühbirne verdeutlicht das Potenzial. Wo die Umrüstung auf LED-Technik über einen einfachen Austausch des Leuchtmittels erfolgen kann, sind die Amortisationszeiten unglaublich kurz:

Natürlich ist dieser "Retrofit"-Ansatz für viele Beleuchtungssysteme in kommunalen Gebäuden nicht der richtige Weg. Aber auch wenn die ganze Leuchte getauscht werden muss, führen die hohen Einsparungen in der Regel zu einer zügigen Amortisation.

Deshalb macht die Umrüstung schon in einem kleinen Rathaus oder Kindergarten Sinn, vielmehr noch in einem größeren Schulkomplex oder einer Mehrzweckhalle, und ganz sicher bei der Straßenbeleuchtung, die meist - neben der Kläranlage - der größte Stromverbraucher im Gemeindegebiet ist.

Bernd Lippert und Stefan Friedrich von der Firma DELSANA in Schwarzenbach an der Saale konnten anhand zahlreicher Beispiele aus dem kommunalen Umfeld zeigen, welche Energiemengen und damit auch Stromkosten Jahr für Jahr durch eine LED-Umrüstung eingespart werden können. In der Regel sind Einsparungen zwischen 50 und 80 Prozent möglich, in Einzelfällen sogar noch darüber, bestätigten die LED-Experten. Die daraus resultiernden Amortisationszeiten liegen meist im Bereich von 5-10 Jahren.

Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umrüstung ist eine fachgerechte Planung - entweder durch den Hersteller oder ein Ingenieurbüro, im Bereich der Straßenbeleuchtung bieten das teilweise auch Netzbetreiber an. Bei der Ausschreibung sollte auf deine ausreichende Garantie (mindestens 10 Jahre) und die Lieferbarkeit von Ersatzteilen (mindestens 20 Jahre) geachtet werden.

Zahlreiche Vorgaben an die Effizienz und Qualität der Leuchten machen allein schon die unterschiedlichen Förderprogramme, die für die Umrüstung genutzt werden können. Nicht nur Lumen pro Watt, Farbwiedergabeindex und Mindesthelligkeit am Ende der Lebensdauer sind dort klar definiert. Wichtigstes Programm des Bundes bei der LED-Umrüstung ist die so genannte "Kommunalrichtlinie", die für Innen- und Außenbeleuchtungen Fördersätze von 20-35 Prozent ermöglicht. Für Maßnahmen in Schulen, Kindergärten, Sportstätten etc. erhöht sich dieser Zuschuss noch einmal um 5 Prozentpunkte.

Unter Umständen kommt für die Umrüstung der Beleuchtung in einem Nichtwohngebäude zusätzlich ein Tilgungszuschuss aus dem KfW-Programm IKK 217/218 in Frage. Bei Einzemaßnahmen sind bis zu 20 Prozent möglich, bei einer Komplettsanierung bis zu 27,5 Prozent.

Hier finden Sie die Folien zum Thema - mit den Links zu den wichtigsten Förderprogrammen:

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Nachlese Netzwerktreffen 1

Im Zentrum unseres ersten Netzwerktreffens stand zunächst das Kennenlernen. Letztlich lebt die Arbeit im Netzwerk ganz wesentlich auch vom Austausch der Kommunen untereinander. Es war spannend zu erfahren, welche Projekte vor Ort in den letzten Jahren bei allen Teilnehmern bereits umgesetzt wurden, vom großen, fast den ganzen Ort umspannenden Wärmenetz bis zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik.

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit in den kommenden drei Jahren wird die Einführung eines Kommunalen Energiemanagments für die wichtigsten Liegenschaften in jeder teilnehmenden Kommune sein. Die Ablesung erfolgt zwar noch manuell, denn es sind überwiegend noch herkömmliche Energiezähler ohne Netzwerkanschluss im Einsatz. Die Auswertung der Verbräuche geschieht aber softwaregestützt und webbasiert, so dass jede teilnehmende Kommune jederzeit die Entwicklung ihres Gebäudepools, einzelner Liegenschaften und sogar einzelner Zähler über jeden beliebigen Zeitraum verfolgen und analysieren kann.

Wir stellten deshalb die wichtigsten Funktionen unserer Software "InterWatt" vor und erläuterten, wie Zählerstände eingetragen und Verbräuche analysiert werden können. Die Ablesung der einzelnen Zähler sollte mindestens monatlich erfolgen, kürzere Intervalle sind aber jederzeit möglich und bringen einen genaueren Aufschluss.

Einige Fallstricke gibt es allerdings bei der manuellen Ablesung der unterschiedlichen Zähler. Viele der neueren, digitalen Zähler zeigen über das Display wechselnd verschiedene Werte an. Hier gilt es, den richtigen Wert (in der Regel in der Einheit Kilowattstunden) zu erfassen und zu übermitteln.

Zuletzt ging es um die praktischen Aspekte des Energiemanagements. Unsere Mitarbeiter Christian Stenglein und Markus Weihermüller werden zu Jahrebeginn in allen teilnehmenden Kommunen erste Begehungen durchführen, parallel werden alle Liegenschaften samt Zählerstruktur im Energiemanagementsystem angelegt, so dass über den Webzugang schon bald aussagekräftige Werte vorliegen sollten.

Die Vorträge als PDF zum Download:

Kurze Videos unserer Netzwerktreffen finden Sie übrigens auf unserer Seite Medien.